Sport & Bewegung – die Medizin gegen Corona
Es ist wichtig, dass der gesamten Gesellschaft bewusst gemacht wird, dass Bewegung die neue Normalität sein muss. Das ist die Botschaft, die Sportdirektor Joop Alberda und Professor für Neuropsychologie Erik Scherder vermitteln wollen.
Laut Scherder kam es bereits 2012 zu einer Pandemie namens körperliche Inaktivität. Es gab kaum oder gar keine Bewegung und sie saßen einfach da. Dies führte im Jahr 5,3 weltweit zu 2012 Millionen Todesfällen.
Laut Scherder schwächt Inaktivität das menschliche Immunsystem. Wenn wir uns ansehen, was gegen die Corona-Pandemie getan werden kann, heißt das, dass wir uns bewegen müssen. Schon mäßig intensiver Sport stärkt das Immunsystem.
Sport als Mittel zur Prävention
Bewegung, und zwar Bewegung, wappnet Sie gegen Infektionen und Viren und hält Sie länger vital. Das ist die Botschaft, die Alberda und Scherder hauptsächlich zu vermitteln versuchen.
Laut Alberda handelt es sich um eine mehr als dringende Situation. Gemeinsam müssen wir einen Punkt am Horizont setzen, der so attraktiv ist, dass die gesamte niederländische Gesellschaft dorthin will.
Es ist wichtig, dass Sport als Mittel zur Prävention und nicht als Erholungsmedizin gesehen wird. Neben der Impfung wird darauf hingewiesen, dass Sport als zweite Medizin für eine gesunde und vitale Gesellschaft dient.
Schließlich hofft Alberda, dass sich weitere Initiativen anschließen. Es ist sehr wichtig, dass die Menschen ihre Meinung hierzu auf der Grundlage ihres eigenen Fachwissens äußern können, gestützt auf wissenschaftliche Quellen und Fakten, Daten und Forschung, und dass gemeinsam der Schluss gezogen werden kann, dass wir die Dinge anders machen werden. Bewegung ist entscheidend und Sitzen gehört der Vergangenheit an.
Zusätzlich zu dem Aufruf von Alberda und Scherder ist wissenschaftlich erwiesen, dass Fitness hat eine schützende Wirkung gegen virale Atemwegsinfektionen. Fakt ist auch, dass Fitness – ohne Impfstoff – das einzige Medikament ohne unangenehme Nebenwirkungen ist. Fitness stärkt das Immunsystem. Da das Virus im Blutkreislauf vorkommt und die Schweißdrüsen keinen direkten Kontakt mit dem Blutkreislauf haben, ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch Schwitzen gering. Übrigens: Starkes Schwitzen führt auch zu starkem Ausatmen. Und starkes Ausatmen beeinflusst die Verbreitung des Virus.
Die Tatsache, dass Sport/Bewegung zur neuen Normalität werden muss. Dies wird einmal mehr dadurch bestätigt, dass eine Corona-Impfung länger dauern wird. Thailand testet derzeit einen Corona-Impfstoff an Affen, nachdem dieser bei Mäusen erfolgreich war. Thailändische Wissenschaftler haben nach erfolgreichen Operationen an Mäusen damit begonnen, den Corona-Impfstoff an Affen zu testen. Der Minister für Hochschulbildung und Forschung hofft, im September die ersten positiven Ergebnisse von Tests an Primaten (Halbmenschen) melden zu können. Er betonte, dass, wenn das Medikament wirkt, allen Menschen überall zugute kommen wird, nicht nur der thailändischen Bevölkerung. Andererseits wird der Impfstoff frühestens im nächsten Jahr in Produktion gehen.






